Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-711034
23 
die jedoch allmählig abnahm und mit dem Aus- 
gange des 16. Jahrhunderts fast ganz erlosch. 
(Hans Holbein, Lukas Kranach, Hans Burg- 
maier gehören mehr der Geschichte der Malerei und 
des Holzschnitts an. Ebenso Hans Schäuflein, Dürers 
Schüler, und Ioh. Balduin Grün.) 
Zu den kleinen Meistern gehört Albert 
Altdorf er, Maler, Baumeister und angesehener 
Bürger in Regensburg, wo er um 1480 geboren War 
und 15 3,8 gestorben ist. Als Mitglied des äusseren 
Rathes musste er im Jahre 151g den Juden ihre 
Vertreibung aus der Stadt ankündigen, ein Ereigniss, 
das damals in Deutschland grosses Aufsehn machte, 
und später gehörte er zu den Anhängern der lutheri- 
schen Reformation. Als Maler gehört er zu den 
bedeutendsten Meistern der altdeutschen Schule und 
ist kaum geringer als Dürer, dessen Freund er war, 
ohne sein Schüler zu sein; als Kupferstecher bleibt 
er weit hinter den Meistern der Dürerschule zurück. 
Seine Darstellungen sind trocken, seine Zeichnung 
ist steif und unbeholfen. Für das Unschöne in dem 
Figürlichen entschädigt er öfters durch die Dar- 
stellung des Landschaftlichen, Wobei er Fichten und 
herabhängende Pflanzen liebte; auch gelingen ihm 
architektonische Gegenstände.  Mehr durch zarte 
Behandlung des Stichs und Sinn für die Form spricht 
der Maler und Goldschmied Ludwig Krug an, 
wie seine beiden Hauptblätter, die Anbetung der 
Könige, und die Geburt des Herrn beweisen. Die 
Kupferplatten zu beiden Darstellungen sind noch 
vorhanden und von dem Kunsthändler Frauenholz 
in Nürnberg wirklich wieder abgedruckt. Krug 
starb 1532 oder 1535 in Nürnberg 4 oder 7 Iahre
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.