Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-713452
auch eine Zeichen- und Stecherschule begründet, in 
welcher er die Künstler bildete, die für seinen Verlag 
arbeiteten. Er starb 1780. Das Kunstleben in 
Venedig erhob sich nicht über den in Italien ver- 
breiteten Zustand desselben. Seit 1750 war ]oh. 
Bapt. Piazzetta (T 1754) erster Director der 
dortigen Akademie, ein Maler, der ernste Dar- 
stellungen durch einen unpassenden Humor verdarb 
und überhaupt nur glücklich in Karrikaturen war. 
Unbedeutender als er war Fr. Ma g giotto, der ein 
trockenes Genre (Handwerker in ihrer Beschäftigung) 
gelegentlich bis zur Burleske trieb (zankende Weiber). 
Der Mangel an geistigem Ausdruck in den Werken 
dieser Meister erleichterte wohl für den Zeichner die 
Nachbildung der Formen, daher sie gute und zweck- 
mässige Uebungen sein mochten für Anfänger im 
Kupferstich. Wiederum konnten auch die Kupfer- 
stiche nach diesen Bildern diesem Zwecke dienen; 
es scheinen denn auch in der Schule Wagenefs jene 
beiden, an sich wenig bedeutenden Meister nicht 
übersehen zu sein. Wagener selbst hat es nicht 
verschmäht, nach Piazzetta zu stechen, und so mögen 
denn auch Nikolas Cavalli (wohl auch Kunstver- 
leger in Venedig), Franzisco Petro und der 
Zeichenlehrer Theodor Viero aus seiner Schule 
sein.  Bedeutender und berühmter als diese sind 
Franz Bartolozzi und Iohan Volpato. 
Franz Bartolozzi ist 1730 in Florenz geboren. 
Nach dem ersten Unterricht im Zeichnen ging er 
nach Venedig in Wagenefs Schule, für dessen Ver- 
lag er Vieles gearbeitet hat. Dann hielt er sich 
eine Zeit lang in Mailand und Florenz auf, wo er 
für Buch- und Kunsthändler arbeitete, verliess dann
        

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