Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-713447
Anton Canale war ein beliebter Prospectenmaler, 
der sich namentlich in England Ruhm und Vermögen 
erwarb und 1768 in Venedig starb. Der bedeu- 
tendste Maler war Battoni, der sich in Rom nach 
Raphael und durch das Studium der Antike gebildet 
hatte, ein Nebenbuhler und Widersacher von Ra- 
phael Mengs, und einer der ersten war, der eine 
bessere Richtung einschlug, auch als erster Maler 
in Rom galt, doch aber vornämlich als Portraitmaler 
grossen Ruf hatte und 1787 in Rom starb. Wäh- 
rend nun aber die Malerei zu keinem Aufschwung 
gelangen konnte, erhob sich der Kupferstich dadurch, 
dass er die Meisterwerke des 16. Jahrhunderts wieder 
in das Leben einführte, zu einer Bedeutung, die ihren 
EinHuss über Deutschland und Frankreich verbreitete. 
Es war unvermeidlich, dass durch das eingehende 
Studium dieser klassischen Werke auch die Technik 
gewinnen musste, theils dadurch, dass man die Schön- 
heit der Form wieder würdigen lernte und den Werth 
schöner Zeichnung zur Geltung brachte, theils da- 
durch, dass man die Mittel der Darstellung, die 
Schraffire so künstlerisch durchzubilden sich be- 
mühte , dass 
hervorhob. 
sie 
die 
Schönheit 
der 
Form 
wirksam 
Den näheren Anstoss zu diesem Fortschritt gab 
ein Schweizer, Joseph Wagener. 1706 geboren, 
hatte er den Anfang in der Kunst in München bei 
Amiconi gemacht, einem Maler, der damals durch 
seinen Roccoco-Geschmack bei der vornehmen Welt 
sehr beliebt war. Wagener ging mit ihm nach 
London, dann aber nach Paris, wo er bei Lorenz 
Cars das Kupferstechen lernte. Seit 173g finden 
wir ihn in Venedig, wo er neben einem Kunsthandel
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.