Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-713317
von Schmutzer geleiteten Kunstschule den Kupfer- 
stich erlernte und 1842 als Professor der Akademie 
gestorben ist. Die Punktirmanier, die er anfangs 
übte, vertauschte er bald mit der Grrabstichelarbeit, 
womit er seine besten Werke stach, wie die heilige 
Nacht nach Correggio und die Darstellung im Tempel 
nach Fra Bartolomaeo. Vortrefflich in der Zeichnung 
gelang ihm das Kräftige meist besser als das Zarte 
und Weiche.  In Nürnberg verdient zuerst 
Albert Christoph Reindel genannt zu werden. 
Daselbst 1784 geboren, erlernte er die Kunst bei 
Heinrich Gruttenberg, einem Schüler von Wille, und 
ist 1853 gestorben. Er führte den Grabstichel correct 
und sicher und vollendete seine Blätter bis in die 
kleinsten Details. Seine besten Werke sind nach 
seinem grossen Landsmann Dürer gestochen, wie die 
durch inneres Verständniss des Originals ausgezeich- 
neten „vier Apostel", dieses viel belobten Gemäldes 
Dürers.  Seine Schüler sind die Nürnberger Fried- 
rich Wagener und Iohann Michael Enzing- 
Müller; jener 1803 geboren, machte sich vortheilhaft 
bekannt durch die Copie von Leonardo's Abendmahl 
nach dem Kupferstich von Morghen und durch die 
Abnahme vom Kreuze nach Rubens, beide in Stahl- 
stich. Enzing-Müller, 1804 geboren, wanderte später 
nach Amerika aus und lebte noch 1864 in New-York. 
 Auch Franz v. Stadler aus Nürnberg War ein 
Schüler von Reindel, machte sich ebenfalls als Stahl- 
stecher bekannt, gab aber die Kunst auf und ward 
Landwirth.  Heinrich Ludwig Petersen, 1806 
in Altona geboren, ging nach Nürnberg, wo er in 
Kupfer und Stahl gestochen hat. (Madonna della 
Sedia nach Raphael).  Zu der Gruppe dieser Nürn-
        

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