Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-713248
Caspar den 1882 verstorbenen Eduard Mandel, 
Schüler und Nachfolger Buchhorns in der Akademie, 
und den 1877 verstorbenen Friedrich Eduard 
Eichens, ebenfalls einen Schüler von Buchhorn. 
Alle drei gehören jedoch einer späteren Entwicklung 
der Kunst an und zieren die Zeit des Aufschwungs, 
welchen unter der Regierung König Friedrich Wil- 
helms IV. die Kunst in Berlin nahm, deren Stern 
und höchster Glanz Peter von Cornelius war. 
Es ist oben bemerkt, dass Schmidt und 
Wille, diese Neubegründer eines deutschen Kupfer- 
stichs, denselben auf der Stufe des nieder- 
ländischen Realismus festgehalten haben; 
auch muss es anerkannt werden, dass ihr feiner 
geübter Sinn für das Genre der Holländer ihnen eine 
Technik an die Hand gab. welche alle realistischen 
Details jener Kunst mit geziemender Angemessenheit 
und grosser Gewandtheit auszudrücken vermochte. 
Dass aber diese Kunst, welcher beide Meister gern 
ihre Vorbilder entnahmen , das Höchste geleistet 
hätte, und dass es nicht in der Kunst ein Höheres 
für den Künstler gebe, wird Niemand behaupten 
wollen. Hatte sich doch im Grunde genommen in 
der niederländischen Schule eine Wanderung der 
venezianischen Schule vollzogen, welche in un- 
verkennbarer Einseitigkeit die Sinnlichkeit in der 
Malerei in Colorit und Schattirung auf Kosten 
der Idee und der Zeichnung hervorhob; und diese 
Wanderung der Kunst nach den Niederlanden, aus 
dem wärmeren Süden nach dem kühleren Norden 
hatte hier dahin geführt, dass man der objectiven 
Wahrheit in der Darstellung und der Befriedigung 
des Auges durch Farben und Gestalten gern die
        

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