Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-713230
Mechel herausgegebenen Cranach's Stammbuch und 
sonst mehrere Portraits in Punktirmanier gestochen; 
sonst aber nichts sonderliches geleistet, doch viel für 
Buchhändler gestochen.  Der Beste unter den da- 
maligen Berliner Kupferstechern war Karl Lud- 
wig Bernhard Christian Buchhorn. Er war 
1770 in Halberstadt geboren, studirte die Kunst auf 
der Akademie in Berlin, arbeitete mehrere Jahre bei 
dem chalkographischen Institute in Dessau, dann in 
Leipzig und kam 1806 nach Berlin, wo er zunächst 
für den Verlag des Prof. F reidhof mehrere Platten 
stach, später Professor der Kupferstecherkunst in 
Berlin ward und daselbst in hohem Alter 1857 ge- 
storben ist. Mit seinen Blättern: Christus, das Brod 
segnend, nach Carlo Dolce, für den Verlag von Freid- 
hof gestochen, dann Luther, die päpstliche Bulle 
verbrennend, nach Catel 1811 , und dem Portrait 
Luther's und Cranach's im Iahre 1806 gestochen, hat 
dieser übrigens geschickte Zeichner und Stecher sein 
Bestes geleistet. Er hat in seiner Stellung manche 
Schüler gebildet; jedoch konnte die Kupferstecher- 
kunst in Berlin erst wieder zur Geltung kommen und 
seitdem in immer gediegenern Leistungen hervor- 
treten durch den von W. v. Schadow 1820 nach 
Berlin berufenen Schweizer Ioseph Caspar, der 
schon 1815 sich in Rom gebildet hatte, dann aber 
noch einmal nach Italien ging, wo er sich unter 
Longhi und Anderloni zu einem der besten Kupfer- 
stecher ausbildet, 1826 nach Berlin zurückkehrte, 
aber im Jahre 1847 wegen Augenschwäche seine 
künstlerische Thätigkeit einstellen musste. Berlin 
hatte damals den Ruhm, drei der ausgezeichnetsten 
Kupferstecher zu besitzen, nämlich ausser Joseph
        

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