Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-713213
241 
Formate und in gleicher Umrahmung gestochenen 
Portraits Wiederholt, keinen bedeutenden Eindruck, 
ist aber doch den Portraitsammlern werth. 
An der Dresdner Kunstakademie, wo seit 1783 
ein Schüler von Wille, der Professor Schultze (s. o.) 
den Kupferstich lehrte, war auch Ephraim Gott- 
lieb Krüger gebildet. Er war 1756 in Dresden 
geboren, hatte den Kupferstich bei dem Professor 
Camerata gelernt, wurde nach dessen Tode 1803 
Mitglied der Akademie, später auch ausserordent- 
licher Professor an derselben, und starb 1834. Sein 
Stich und die niederländischen Vorbilder, nach denen 
ihm sein Stich gelungen ist, erinnern einigermaassen 
an Wille. 
So sehen wir von Wille eine Wirkung aus- 
gehen, die in Deutschland, wo der Kupferstich ohne 
Anregung vernachlässigt und selbst verachtet war, 
diesem Kunstzweige neue Bahnen und neue Achtung 
verschaffte; nur in Berlin war wenig von diesem 
Einfluss zu bemerken. Zwar hatte die Stadt in ihren 
Mauern einen der besten und grössten Künstler, 
einen Georg Friedrich Schmidt gesehen. Seine Kunst 
mochte bewundert werden, erweckte aber keinen, 
der sich nach ihr zu bilden bestrebte. Chodowiecki 
hatte einen grossen Umschwung im Geschmack für 
Bücherverzierung erwirkt; er war beliebt und seine 
Bilder und Bilderchen waren überall gern gesehn; 
aber Schüler zu bilden war der treifliche Mann zu 
viel beschäftigt und was ihn vor Vielen auszeichnete, 
seine gemüthliche Eriindungsgabe, war keinem Schüler 
mitzutheilen. Unter denen, die er persönlich anregen 
und ihnen manche Vortheile seiner Technik zeigen 
mochte, war ein Verwandter, Karl Wilhelm 
16
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.