Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-713158
und kürzlich auch Eduard Mandel dies berühmte 
Bild nach dem Originale in Kupfer gestochen haben. 
 Ein anderer, sehr würdiger Schüler Müller's war 
Conrad Ulmer in Frankfurt a. M., wo er 1820 in 
einem Anfall von Schwermuth gestorben ist. Es ist 
bemerkenswerth , dass bei Ulmer wie bei dem 
jüngeren Müller ihr für die ideale Kunst so begabter 
und von ihr bewegter Geist zuletzt von dem dunkeln 
Schleier der Schwermuth umhüllt ward. Weniger 
bedeutende Schüler von Müller sind Christian 
Jakob Schlotterbeck, 1755- 1820, der erst 
Mediciner, dann Maler , es zuletzt bis zum Hof- 
kupferstecher in Stuttgart gebracht hatte und vor- 
nämlich nur Portraits gestochen hat;  dann 
Christian Wilhelm Ketterlin, der 1766 in 
Stuttgart geboren war und 1803 als Hofkupferstecher 
in Petersburg gestorben ist. 
Der andere genannte Schüler Wille's war Jakob 
Matthias Schmutzer. Er war der Sohn des 
schon früher genannten Kupferstechers Andreas 
Schmutzer in Wien, wo er 17 3 3 geboren ist. Nach 
dem Tode des Vaters zum Viehhirten bestimmt, 
folgte er gleichwohl seiner Neigung zur Zeichenkunst, 
die Veranlassung wurde, dass er dem Fürsten Kaunitz 
bekannt ward, der ihn als Pensionär nach Paris 
sandte, um sich unter Wille zum Kupferstecher zu 
bilden. 1766 kehrte er nach Wien zurück und ver- 
anlasste die Gründung einer selbständigen Kupfer- 
stecherschule, deren Director er wurde und nun 
mehrere ausgezeichnete Kupferstecher bildete. Er 
starb 181i. Er war nächst Ich. Gotthard Müller der 
bedeutendste Kupferstecher aus der Schule Wille's. 
Schon in Paris erwarb er sich Beifall durch seine
        

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