Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-713102
fahrenste Stecher."  Gewiss haben die Kupfer- 
stecher viel von ihm gelernt, und hatte er nicht 
eigentlich Schüler, so bleiben seine Werke doch 
Muster für alle Zeiten. 
Wie Schmidt, gross und tüchtig im Portraitstich 
und als Vorbilder für seine Kunst die niederländische 
Malerschule berücksichtigend, aber wesentlich ver- 
schieden in der Technik war sein Freund Ioh. 
Georg Wille. Er war 1717 in der Gegend von 
Giessen geboren und erlernte in dieser Stadt die 
Profession eines Waffenschmieds, die ihm Gelegen- 
heit gab, viel in Stahl zu graviren und sich eine 
feste sichere Hand anzueignen; er verliess aber diese 
Profession, um sich ganz dem Kupferstich zu widmen. 
19 Jahre alt, als Gesell seiner Profession Wandernd, 
traf er 1736 in Strassburg Schmidt aus Berlin und 
reiste mit ihm nach Paris. Hier fuhr er fort, Flinten 
zu graviren, begann aber auch für den Kunsthändler 
Odieuvre Portraits zu stechen; er bekam für die 
Platte nur 6 Livres; bald  12 Livres bis 20 Livres; 
ward aber durch diese Stiche so bekannt, dass 
H. Rigaud auf ihn aufmerksam Ward, ihm mehrere 
seiner Gemälde zum Stechen anvertraute und damit 
den Ruf des jungen Künstlers begründete. Als sein 
Freund Schmidt 1744 nach Berlin zurückkehrte, blieb 
er in Paris, wo er fortfuhr, durch schöne Portrait- 
stiche seinen Namen berühmt zu machen, aber auch 
mit gleicher Auszeichnung Historien und Genrebilder 
nach Niederländern, wie Terbourg, Dow, Miris, 
Schalken, Metzu, Netscher, Dietrich und seinem 
Sohne Peter Alexander Wille stach. In Paris er- 
lebte er die Schrecken der Revolution, wobei er den 
grössten Theil seines Vermögens verlor, und gebeugt
        

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