Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-712949
heben, wie sie in Deutschland, Italien und 
Frankreich uns entgegentreten, als in den Ländern, 
in welchen überhaupt nur hervorragende Erfolge auf 
dem Gebiete des Kupferstichs erzielt sind. Was in 
den Niederlanden geleistet wird, ist erst in der 
neuesten Zeit zu einiger Bedeutung Wieder gelangt, 
und was England aufzuweisen hat, ist uns zu 
wenig bekannt, als dass wir hier davon reden 
könnten. 
Deutschland. 
In der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts 
begehrten die Kunstliebhaber französische Waare 
und als diese in verdienten Misscredit kam, fanden 
englische Kupferstiche Beifall. Deutschland bot 
wenig, und was es dem herrschenden Geschmack 
darbot, war angekränkelt von dem manierirten 
Eklekticismus, wie er zuletzt noch von dem viel ge- 
feierten Raphael Mengs vertreten wurde. Zwar 
fehlte es nicht an Malern, die angesehen und beliebt 
und nicht ohne Einfluss waren für die Herbeiführung 
eines besseren Kunstgeschmacks. Der Hofmaler 
Dietrich in Dresden (T 1774), selbst ein aus- 
gezeichneter und fruchtbarer Radirer, war als hand- 
fester Nachahmer der Niederlande beliebt, und wurde 
von Kupferstechern, die diesem realistischen Kunst- 
geschmack ergeben waren, gern copirt. Tisch- 
bein, Hofmaler in Cassel  1789), konnte die 
französische Schule, die ihn gebildet hatte, nicht 
überwinden. Oeser in Leipzig (1- 1791), ein Freund 
Winkelmands und achtungswerthes Talent, wirkte 
doch mehr durch Lehre als durch Beispiel. A. Grraff 
in Dresden (1- x813) war ein mit viel Schönheitssinn
        

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