Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-712922
Dr 
tte 
Periode. 
Wenn wir in der Einleitung den Kupferstich 
die technisch vollendete Zeichnung und diese die ab- 
stracte Hälfte eines Gemäldes genannt haben, so gilt 
dies auch für diese Periode, in welcher das Wesen 
des Kupferstichs deutlicher erkannt, und das Ziel 
desselben oft glücklich erreicht ist. Man erkannte 
wieder den Werth und die Bedeutung der Zeichnung, 
dass mit ihr etwas anderes als leere Formen dar- 
zustellen seien, dass man den geistigen Inhalt der 
Vorbilder mit geübter Hand ergreifen, und dass ein 
Talent solche Vorbilder zu verschmähen habe, die 
den Mangel an geistiger Tiefe hinter pikanten und 
manierirten Formen verberge; dass aber die Technik, 
statt mit den Mitteln, die ihr zu Gebote standen, zu 
wuchern, vielmehr so zu vereinfachen sei, dass 
die Bedeutung der Zeichnung hindurchleuchte und die 
Technik verkläre. Man griff selbst bis zu den ein- 
fachen Mitteln zurück, deren die alten Meister sich 
bedienten, ja bis zur einfachsten Form in blossen 
Umrissen. Nicht ohne Einfluss darauf war das er- 
neuerte Studium der Antike und die Wieder- 
erweckung der monumentalen Malerei, die durch
        

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