Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-712886
seine Platten mit Aetzen, mit der kalten Nadel. be- 
sonders aber mit dem Grabstichel bearbeitete. Zu 
seinen Hauptblättern gehört „der Tod des General 
Wolf nach B. West".  Zu den besten Landschafts- 
stechern gehört auch Jakob Fittler, der um 1780 
in London blühte, jedoch auch in einigen Portraits, 
wie das des Malers B. West, seine Meisterschaft im 
historischen Stich bewährte. 
Unter 
den 
Radirern 
nimmt 
William 
garth, 1698-1764, die erste und bedeutendste 
Stelle ein, nicht wegen einer gediegenen Technik, 
sondern wegen der Darstellungen voll Witz und Sa- 
tyre. Ueber dies englische Originalgenie ist zu ver- 
gleichen Lichtenberg's Commentar zu seinen Werken 
in Copien von Riepenhausen, und der Artikel von 
Frenzel in der Encyklopädie von Ersch und Gruber. 
 William Baillie, ein jedenfalls interessanter 
Kunstdilettant und Verleger seiner zahlreichen Werke, 
die er in allen möglichen Sticharten nach eignen 
Erfindungen oder als Copien, besonders nach Nieder- 
ländern, ausführte. Er war besonders glücklich in 
seinen Copien nach Rembrandt, beging aber an der 
köstlichsten Platte dieses Künstlers: Christus die 
Kranken heilend (das berühmte Hundertguldenblatt) 
den Scandal, dass er sie, nachdem er sie erworben, 
retouchirt, mehrere Abdrücke davon genommen 
hatte, die theuer bezahlt wurden, in vier Stücke zer- 
schnitt, die einzelnen Stücke abdruckte und sie unter 
seinen eignen Werken aufnahm. S. Heller's Hand- 
buch unter Rembrandt.  Er war Irländer von 
Geburt, hatte sich dem Soldatenstande gewidmet 
und es bis zum Capitain in einem Reiterregimente 
gebracht, wesshalb er sich selbst auf seinen Blättern
        

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