Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-712762
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französischen Bibel in 12 Octavbänden geliefert hat. 
 Karl Eisen war Maler aus Brüssel 1722-1778.- 
 ]oh. Michel Moreau, le jeune genannt, aus 
Paris, 174x-18r4, war erst Maler, lernte dann aber 
bei le Bas das Radiren, wurde 1770 Dessinateur des 
menus plaisirs des Königs, später Kabinetszeichner 
und Mitglied der Akademie. 1785 reiste er nach 
Italien, seit welcher Zeit seine Zeichnungen einen an- 
tiken Styl haben. Während der Revolution war er 
Mitglied der Commission für Künste etc. und nach 
der Restauration Zeichner des Königs. Er war ein 
überaus fruchtbares Talent und Liebling des Publi- 
cums, wesshalb seine Zeichnungen viel begehrt und 
theuer bezahlt wurden. So lieferte er zu den Werken 
Voltaire's, welche Beaumarchais in den Jahren 1784 
bis 1789 herausgab, zwei Serien Zeichnungen. Die 
erste Serie enthält 108 Blätter, die in guten Stichen 
mit 120 Fr., und vor der Schrift mit 1000 Fr. be- 
zahlt wurden. Das für die Kaiserin von Russland 
bestimmte Exemplar der Werke Voltaire's, dem die 
Originalzeichnungen M0reau's beigefügt waren, wurde 
später für 13,500 Fr. verkauft, und gelangte nachher 
in den Besitz von Napoleon III. Die zweite Serie, 
welche aus 146 Blättern bestand, wurde noch im 
Jahre 1854 für 1645 Fr. verkauft. 
Die Vignetten waren eine Wahre Monomanie der 
Buchhändler und Schriftsteller. Benjamin de 
Laborde, Generalpächter unter Ludwig XV., liess 
seine Chansons von Moreau illustriren und opferte 
dafür 100,000 Livres. Die Compagnie der General- 
pächter Wollte ihre Ausgabe der Contes de la Fon- 
taine durch Zeichnungen von Eisen und Choffard un- 
sterblich machen, und opferte dafür wenigstens
        

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