Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710960
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einem guten Abdruck des Blattes gelangt war. (Aus 
meinem Leben, 18. Buch.) 
Am Niederrhein, von Köln bis Antwerpen, blühte 
damals ein reges Malerleben; so finden wir auch 
dort, wenigstens in den benachbarten Gegenden, den 
Kupferstich verbreitet. Von einem alten Meister, 
dem Meister mit dem Weberschützen, le maitre ä. la 
navette, wie man vermuthet nach seiner Heimath in 
den Niederlanden Zwott genannt, werden mehrere, 
höchst seltene, aber gut gezeichnete und gestochene 
Kupferstiche angeführt. Der Weberschütze in seinem 
Monogramm deutet vielleicht darauf hin, dass er in 
irgend welcher Beziehung zu der in jener Zeit in 
Flandern blühenden Wollenweberei stand.  Aus 
der Umgegend von Köln (Westphalen) ist Franz 
v. Bocholt, um 1470, zu nennen, der einer der 
ältesten Kupferstecher, nach Einigen sogar der 
älteste Kupferstecher in Deutschland war. Seine 
höchst seltenen Blätter sollen ebenso vollendet sein, 
wie die des Meisters E. S.  Nach ihm und dem 
Meister E. S. bildete sich auch der durch viele, wenn 
auch seltene Kupferstiche vertretene Israel von 
Mecken (Meckenen), der 1503 gestorben ist. Seine 
Technik ist nicht mehr die einfache seiner Vorgänger; 
seine Zeichnung ist meist herbe und nicht schön; doch 
mag er seiner Zeit ein beliebter Künstler gewesen 
sein. Die vielfach ihm zugeschriebenen Gemälde 
werden ihm abgesprochen und einem unbekannten 
Meister aus der altkölnischen Schule beigelegt. Er 
war Goldschmied; ob aber auch Maler bleibt frag- 
lich. Dass man ihm jene Gemälde beigelegt hat, 
scheint auf einer mündlichen oder schriftlichen Tra- 
dition in Köln und Umgegend zu beruhen, wofür
        

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