Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-712738
diesen Trieb befriedigt hatte, widmete er sich den 
Künsten und Wissenschaften mit einem Enthusias- 
mus, der mehr dahinstrebte, Viel zu umfassen, als 
etwas Gründliches zu leisten. Mit einem mehr un- 
ruhigen als gediegenen Talente war er Maler, 
Kupferätzer, Alterthumsforscher, Schriftsteller. Zu 
seinen zahlreichen antiquarischen Aufsätzen fügte er 
Zeichnungen und Kupferstiche, die er auch wohl von 
guten Kupferstechern vollenden liess, die aber ge- 
legentlich so beschaffen waren, dass auch gute 
Kupferstecher nichts rechtes daraus machen konnten. 
In seinem Testamente hatte er verordnet, dass auf 
sein Grab in der Kirche St. Germain de l'Auxerrois 
nur eine etrurische Vase gesetzt werde. Ein Philo- 
soph, der gebeten wurde, eine Grabschrift zu machen, 
antwortete: Mettez -y ces deux vers: 
Ci git un antiquaire, acariatre et brusque! 
Ah! qu'il est bien logä dans cette cruche ötrusque! 
Sein Werk bei Mariette bestand aus mehr als 
Blättern von seiner Hand. 
3000 
Von den Kunsthändlern ist Peter Franz Ba- 
san aus Paris (1723-1797) zu nennen; ein verdienst- 
voller Kunstschriftsteller, was er durch seine Ver- 
bindung mit Mariette ward. In seinem Dictionaire 
des graveurs führt er sich selbst so an: „Er be- 
schäftigte sich zuerst mit der Stecherkunst, aber 
sein lebhafter Charakter und die Geduld. die dabei 
nothwendig ist, machten, dass er den Handel vorzog, 
dem er auch allen Umfang gab". Für seinen Verlag 
beschäftigte er viele jüngere Kupferstecher, deren 
Leistungen und Werke er jedoch mit seinem Namen: 
Basan oder „chez Basan" bezeichnete. Doch hat 
er selbst an 450 Blätter radirt, darunter viele Copien 
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