Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-712686
Nymphen und Göttinnen malte; und Toque, der 
einen europäischen Ruf hatte, sonderlich seitdem er 
nach Petersburg berufen ward, die Kaiserin Elisabeth 
zu malen.  Während nun die anderen Maler von 
Ruf ihre Gemälde unter ihrer Aufsicht und Leitung 
in Kupfer stechen liessen und immer eine Menge 
Kupferstecher zur Hand hatten, deren Arbeit ihnen 
vielmehr Ertrag brachte als die Gemälde selbst, so 
waren die Portraitmaler dieser Sorge enthoben. Nur 
die Besteller und Eigenthümer der Portraits liessen 
sie auf ihre Kosten in Kupfer stechen, um sie zu 
verschenken, brachten sie aber nicht in den Handel. 
Sie wählten dazu die besten Portraitstecher und 
diese wieder beeiferten sich, ihre Arbeit auf's beste 
und pünktlichste zu machen. Die Drevets Waren 
ihnen hohe Vorbilder und nach ihnen galten Ba- 
lechou und Beauvarlet für vortreffliche Portrait- 
stecher des Jahrhunderts. Unter denen, die ihrem 
Vorbilde am nächsten kamen, ist Jean Daulle zu 
nennen , geboren 1703 in Abbeville und 1763 in 
Paris gestorben. Er würde leicht einer der Grössten 
in seiner Kunst geworden sein, wenn er sich gleich- 
geblieben wäre und die Noth ihn nicht gezwungen 
hätte, von seinem Talente auch für andere Gattungen 
Gebrauch zu machen, für die sein Grabstichel 
sich nicht eignete.  Der Kunsthändler Michel 
Odieuvre erneuerte das Unternehmen der Bonnart 
und beschäftigte viele Kupferstecher, um eine für 
das Publikum bestimmte Sammlung historischer Por- 
traits herauszugeben. Die Sammlung vermehrte sich 
durch ein gleiches Unternehmen des Kunsthändlers 
und Kupferstechers Stephan Desrochers. Dazu 
kamen dann noch die Portrait-Sammlungen der Ge-
        

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