Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-712677
war in einem breiten, malerischen Styl. Später legte 
er sich wie Balechou auf einen glänzenden Stich. 
Er war stolz auf den Glanz seiner Arbeit und auf 
die Vollkommenheit seiner Taillen, Womit er viel 
Beifall und Liebhaber fand, die seine Blätter theuer 
bezahlten. Durch sein Bemühen, selbst die Farbe 
der Gemälde, die er in Kupfer stach, nachzuahmen, 
verfiel er auf Abwege, was aber nicht hinderte, ihn 
zu einem Lieblingsstecher des Publikums zu machen. 
Unter seinen zahlreichen Schülern gehören 10h. 
Karl leVasseur und Franz Hubert, beide aus 
Abbeville, zu den besseren.  H. Marais, am Ende 
des vorigen Jahrhunderts und Johann Massard, 
um 1760 in Paris geboren und 1822 gestorben, 
waren beliebte Stecher nach Greuze. Letzterer auch 
Schüler von Wille, fand mit dem Stiche nach Greuze: 
La mere bien aimee seiner Zeit viel Beifall und 
wusste damit die sentimalen Beschauer zu Thränen 
zu rühren. 
Das Portrait ist eine Specialität der französi- 
schen Kunst, ist insonderheit französische Kunst. 
Rigaud (f 1743) hatte ein ausnehmend, viel be- 
wundertes Talent für das Portrait. Sein Freund 
Franz de Troy (T 1750) liebte es, schöne Frauen 
zu malen, und war der Liebling der Frauen, weil er 
die Gewohnheit hatte, sie im mythologischen Ge- 
wande darzustellen, und selbst hässliche Frauen zu 
embelliren verstand. Nikolas Largilliere (1- 1745), 
dessen einziger Rival sein Freund Rigaud war, wurde 
der van Dyck der Franzosen genannt. Nach ihrem 
Vorbilde hatten sich Portraitisten gebildet, welche 
die Kunst auf ihrer Höhe erhielten, wie Nattier 
(T 1766), wieder Liebling der Frauen, die er als
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.