Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-712665
schonen, nur mit dem Grabstichel.  Stephan 
Fessard aus Paris (1714-1774) war ein Schüler von 
Ieauret.  Johann Jakob Balechou, 1715 in 
Arles geboren und 1764 in Avignon gestorben, 
Meister eines glänzenden Stichs, ist von niemand 
härter beurtheilt als von Watelet, und doch nicht 
unbillig; er opferte seinem glänzenden Stich alles 
andere auf und gab sich keine Rechenschaft über 
das Verfahren, das er nach der Verschiedenheit 
seiner Vorbilder einzuschlagen habe, gleichviel ob er 
Marinen nach Vernet oder Portraits stach. Er be- 
mühte sich, Alles mehr schön und glänzend zu 
stechen, als der Natur des Gegenstandes gemäss, 
Alles glatt, wie geschmolzenes Silber. Seine „heilige 
Genoveva" nach C. Vanloo, ein Hauptblatt des 
Meisters und das letzte, das er vollendet hat, giebt 
einen Belag dafür.  Robert Graillard, 1722 in 
Paris geboren, hat mit Nettigkeit seine besten Blätter 
nach Boucher und Grenze gestochen.  joh. Jakob 
Flipart aus Paris, 1723-1782, ein trelflicher 
Schüler von Cars, pflegte seine Platten auf dem 
Aetzgrunde mit der Nadel in enge Strichlagen fertig 
zu stellen, leicht zu ätzen und dann Strich für Strich 
mit dem Grabstichel zu übergehen, um auf diese 
Weise die weissen Zwischenräume in der Schrafiire 
thunlichst zu beschränken. Sein „Notre Seigneur 
a la Piscine" nach Dieterici ist mit Rücksicht auf 
die malerische Behandlung des Helldunkels ein Haupt- 
blatt.  Marie Louise Adelheid Boizot ist eine 
Schülerin von ihm.  Iakob Firmin Beau- 
varlet war 1733 in Abbeville geboren, kam jung 
nach Paris und ward ein Schüler von Karl Dupuis 
und Lorenz Cars. Seine erste Manier zu stechen
        

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