Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-712636
lingsmaler eines Diderot, zu nennen. Greuze rührte 
seine Bewunderer zu Thränen.  Boucher aber 
folgte Schritt vor Schritt dem Verfall der Sitten und 
beförderte ihn. Doch selbst die Franzosen erkannten 
das „fouilli" seines allerdings fruchtbaren Talents, 
und dieser Liebling einer Pompadour musste es noch 
erleben, dass man nichts mehr von ihm wissen 
wollte.  Die historische Kunst des vorigen jahr- 
hunderts war rasch zur Ruine geworden, in deren 
Brüche und Lücken ein Genre sich einnistelte, das 
mit allem Zauber der Eitelkeit emporwucherte, um 
zuletzt auch den blöden Augen seine Nichtigkeit und 
Jämmerlichkeit zu offenbaren. 
Einige Kupferstecher, welche im Anfange dieses 
Jahrhunderts noch eine Zeit lang auf dem klassischen 
Wege ihrer Vorgänger fortschritten, sind schon oben 
genannt. Die besten Kupferstecher hatten gewöhn- 
lich einen Lieblingsmaler, dessen Werke sie verviel- 
fältigten und ihren Styl nach ihm bildeten. S0 lange 
ihr Liebling noch Beifall bei dem Publikum fand, 
waren auch ihre Kupferstiche den Kunstfreunden 
willkommen; als aber dann neue Meister mit ihrer 
neuen Kunst Alles bezauberten und Kupferstecher 
in ihre Dienste nahmen, um der ungewöhnlichen 
Nachfrage nach ihren bewunderten Kunstwerken 
genügen zu können; da mussten auch freilich jene 
besseren Kupferstecher, um nicht vergessen zu wer- 
den, mit dem veränderten Geschmack sich abfinden 
und ihre bewährte Technik den ephemeren Kunst- 
erzeugnissen des Tages zuwenden. So die drei 
Tardieu; der jüngere l'Armessin; Thomassin; 
Beauvais; Surruge, Vater und Sohn; auch 
Lorenz Cars und Chedel. Diese und andere
        

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