Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-712601
schlag schwer. Die Nadel war nicht sein Instrument; 
doch ist die Composition schön und poetisch. 
Der Architekt Iean le Pautre in Paris, 1617 
bis 1682, hat eine Menge Ornamentstücke radirt, 
welche als Muster für Bau- und Gartenkünstler 
galten. Er hatte die Zeichenkunst bei einem Tischler 
gelernt, ward aber ein vortreiflicher Zeichner und 
war in seinem Fache ein fruchtbares Genie. 
Das 
Jahrhundert 
in 
Frankreich. 
Während der letzten Regierungsjahre Lud- 
wigs XIV. hatte die Theilnahme für schöne Kupfer- 
stiche schon sehr abgenommen. In der Rue St. 
Jacques, einst der glanzvolle Mittelpunkt des Kunst- 
Verlags, erschien selten Etwas, das sich mit dem 
Grabstichel der berühmten Meister vergleichen liess. 
Die grossen Künstler Waren verstorben. Sie hatten 
ihre Blätter selbst verlegt, und ihre Platten geschont, 
indem sie immer nur so viele Abdrücke nahmen, als 
sie verwerthen zu können hoffen durften; und so 
war es möglich, auch später noch gute Abdrücke zu 
gewinnen. Allein die Liebhaberei dafür wurde 
seltener. Die Reichen beschränkten ihre Ausgaben 
und es gab selten einen Mann, der wie der Abbe 
de Marolles die Kosten für 3 oder 4 Kupferstiche 
anwendete, um sie seinen Freunden zu schenken.  
Die sonst so beliebten historischen Almanachs gingen 
allmählich ein, und unter Adel und Bürger verbreitete 
sich die Liebhaberei für eine besondere Art von 
Kupferstichen, die in zahllosen Serien fantastische 
Figuren, Costüms und Charaktertypen aus allen 
Klassen der Gesellschaft enthielten. Man nannte sie 
Bonnarts. Die Familie der Bonnart hatte
        

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