Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-712580
nach dessen Gemälden er mehrere Blätter gestochen 
hat, wie die Entführung der Europa.  Sein Sohn 
Nikolas Dorigny, in Paris 1657 geboren und in 
hohem Alter 1746 daselbst gestorben, war erst Ad- 
vokat, dann Maler, und ward nach Gerhard Audran 
einer der ersten und besten Stecher im grossen 
historischen Styl, wovon die Abnahme vom Kreuz 
nach Daniel Volterra und einige andere Blätter ein 
rühmliches Zeugniss ablegten. Er lebte 28 jahre 
lang der Kunst in Italien und erwarb sich hier 
grosses Ansehn, das ihm einen Ruf nach London 
verschaffte, um hier die berühmten Cartons von Ra- 
phael, die damals in Hamptoncourt aufbewahrt 
wurden, zu stechen. Nach Sjähriger Arbeit vollendete 
er das Werk x7x9 zu grosser Zufriedenheit des 
Königs Georg 1., der ihn zum Ritter ernannte. Das 
Werk erschien mit dem Titel: Pinacotheca Hamp- 
toniana in 7 grossen Blättern und einem Titelblatt 
auf Subscription. Ueberhäuft mit Reichthum und 
Ehren kehrte er nach Paris zurück, wo er 172 5 bei 
der Maler-Akademie aufgenommen wurde. Wenn er 
den Gerhard Audran nur selten erreichte, weil er 
sich mehr der freien Manier der älteren Schule von 
Fontainebleau zuneigte, so war er doch glücklicher 
in der Auswahl der Stücke, die er gestochen hat. 
Sebastian Bourdon, 1616 als Sohn eines Glas- 
malers in Montpellier geboren, erlernte die Maler- 
kunst in Paris und bildete sich auf Reisen durch 
Südfrankreich, Italien und Schweden zu einem vor- 
trefflichen Genre- und Portraitmaler. Als er sich 
endlich in Paris niederliess, ward er 1665 zum Di- 
rector der Malerakademie erwählt, und führte viele 
Staffelei, Decken- und Wandgemälde aus. Er starb
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.