Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-712568
den Kunsthändler Ioubert, und bei dieser Gelegenheit 
wurden viele Platten von Gerhard Audran von der 
Calcographie des Louvre angekauft, welche spätere 
wohlfeilere Abdrücke veranstaltete. Die 6 Blätter 
aus dem Leben Alexanders des Grrossen, nach le Brun, 
welche die beiden Brüder gemeinschaftlich ausführten, 
sollen jedoch nach der Versicherung Mariette's nur 
unter der Leitung beider Brüder von Nik. Heinr. 
Tardieu gestochen sein.  Louis Simonneau 
aus Orleans, 1656- 1728, bildete sich nach den 
Werken Audran's und war mit seinem älteren Bruder 
Charles (1639 -1728) Mitglied der Akademie.  
Kaspar Duchange. in Paris 1662 geboren, 1757 
als Rath der Akademie gestorben, war ein Schüler 
von Jean Audran. Er zeichnete sich aus durch die 
Weichheit, womit er das Fleisch behandelte und galt 
als der beste Stecher nach Correggio. Die drei 
Bilder desselben, welche die Liebschaften des Jupiter 
mit der I0, Leda und Danaä vorstellen, und welche 
Duchange in Kupfer stach, Wurden wegen ihrer Un- 
anständigkeit ein Gegenstand der Reue für ihn, so 
dass er den Muth über sich gewann, die schönen 
Platten durch grosse Striche mit dem Grabstichel zu 
verderben. Sie wurden aber von Sornique auf- 
gearbeitet, und die Unanständigkeiten mit Draperie 
verhüllt.  Edme Jeaurat aus Paris, 1672-1738, 
war ein Schüler von Bernh. Picart, wusste aber den 
Grabstichel geschickt mit der Nadel zu verbinden, 
und so den malerischen Reiz eines Paul Veronese 
gut auszudrücken.  Louis Desplaces aus Paris, 
1682-1739, war wie Audran ein guter Zeichner, er- 
reichte aber nicht den markigen, malerischen Reiz 
dieses Künstlers; doch eignete er sich durch eifriges
        

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