Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-712552
175 
ahmer, die seine Art, den Kupferstich zu behandeln 
im In- und Auslande verbreiteten; und diese Art hat 
sich unter mancherlei Modiücationen als empfehlens- 
werth und nachahmungswürdig in der Technik er- 
halten. 
Zu den Schülern und Nachahmern Audran's ge- 
hören dessen Neffen Benoist und Jean Audran, 
Louis Simonneau, Kaspar Duchange und 
einige andere wie Edmee Jeaurat und Louis 
Desplace. Die künstlerische Thätigkeit aller dieser 
Meister erstreckt sich bis in die erste Hälfte des 
18. Jahrh., sie vertreten jedoch in dieser Zeit die aus 
der französischen Schule mit hinüber genommene 
gediegenere Technik. 
Benoist Audran, 1661 in Lyon geboren, kam 
zu Paris in die Schule seines Onkels Gerhard, von 
dessen Manier er manches sich aneignete. Durch 
seine Geschicklichkeit wurde er Mitglied der Aka- 
demie und ordentlicher Kupferstecher des Königs. 
Durch F leiss erwarb er sich ein Landgut bei Sens, 
wo er 1721 gestorben ist.  Sein jüngerer Bruder 
Jean, 1667 ebenfalls in Lyon geboren, folgte seinem 
Bruder Benoist nach Paris, wo auch er den Unter- 
richt seines Onkels Gerhard genoss, aber die Tüchtig- 
keit seines Bruders nicht erreichte; doch wurde er 
schon 1706 Hofkupferstecher und erhielt eine Woh- 
nung in der Fabrik der Gobelins. Seine grössere 
Thätigkeit entwickelte er als Verleger und Kunst- 
händler und starb 1756 in hohem Alter. Die beiden 
Brüder haben manche Platte bearbeitet, die ihr 
Onkel Gerhard dann überarbeitete und in seinem 
Verlage (Aux deux Piliers d'or, Rue St. Jacques) 
herausgab. Die Firma kam 1oo Jahre später an
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.