Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-712485
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Lebens und als eine nothwendige Ergänzung, um 
sich zu dem Kopfe ein ganzes Individuum imaginiren 
zu können.  Unter den Nachahmern und Schülern 
NanteuiYs ist besonders Peter van Schuppen, 
le petit Nanteuil genannt, zu erwähnen. Er war 
x62 3 in Antwerpen geboren," wurde vom Minister 
Colbert nach Paris berufen, wo er 1702 als einer der 
besten Kupferstecher gestorben ist. 
Gleichzeitig ist Anton Masson zu nennen. 
Er war 1636 in der Nähe von Orleans geboren, kam 
jung nach Paris, ward Waffenschmied und Damas- 
cenirer und erlangte in diesem Gewerbe durch die 
Veranlassung in Stahl zu stechen eine grosse Festig- 
keit und Sicherheit im Gebrauche des Grabstichels. 
Bald aber legte er sich allein auf das Malen und 
Kupferstechen, worin ihn Neigung und natürliches 
Talent unterstützten. Er stach grösstentheils Por- 
traits, zum Theil in grossem und grösstem Formate, 
die Köpfe in natürlicher Grösse, wie in zwei Por- 
traits Ludwigs XIV, im Portrait des Dauphin, des 
Ministers Colbert, Türennes u. A. Unter seinem 
eignen Portrait in F olio nennt er sich Graveur 
ordinaire du roi, de Pacademie francoise, deren Mit- 
glied er 1679 ward. Seine Kunst brachte ihn also 
auch zu Ehren; und ohne Frage war er ein aus- 
gezeichneter und zugleich merkwürdiger Kupfer- 
stecher, in dessen Portraits manche Sonderbarkeiten 
zu finden sind, die bald an Mellan'sche Laune er- 
innern, bald als unmotivirte Spielerei erscheinen und 
doch durch grosse Schönheiten überboten werden. 
Er hatte Fehler, Weil er sie haben wollte, und hat 
Meisterstücke der Stecherkunst geliefert. Zu diesen 
gehören das Portrait des Grafen Harcour (le cadet
        

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