Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-712447
Prinzen und Herren von Frankreich gestochen und 
gab gleichzeitig in Gemeinschaft mit Peter Daret, 
Louis Boissevin die "Tableaux historiques" heraus, 
die weit über 600 Bildnisse berühmter Menschen 
.„avec leurs eloges et leurs armoiries" enthalten und 
noch jetzt nicht ohne Interesse sind, da sie die Por- 
traits fast aller berühmter Menschen des 16. jahr- 
hunderts umfassen. Aehnliche Sammlungen von 
Portraits der Könige von Frankreich gaben Boisse- 
vin und de l'Armessin heraus, die zu ihrer Zeit 
Beifall fanden und selbst mehrere Auflagen erlebten. 
Grösseren Kunstwerth haben die zahlreichen Por- 
traits, welche von etwa 60-70 Künstlern gestochen 
sind, die sich auch als Historienstecher einen Namen 
gemacht und mit ihrem Portraitstich zugleich einen 
mehr oder weniger gültigen Beweis ihrer Kunst 
gegeben haben.  Unter diesen sind hier aber nur 
die Wenigen hervorzuheben, welche vorzugsweise 
ihren Grabstichel der Technik des Portraitstichs 
gewidmet, diese Technik bis zur Darstellung des 
Colorits durchgebildet und dadurch die Technik 
des Kupferstichs bereichert und weitergeführt haben. 
Claude Mellan, 1598 in Abbeville geboren 
und 1688 in hohem Alter in Paris gestorben, der 
hier an der Spitze steht, verdient diesen Platz nicht 
dadurch, dass er in seinen zahlreichen Portraits das 
Colorit darzustellen gewusst hätte; im Gegentheil 
brachte er es mit seiner eigenthümlichen Manier 
kaum zu einer nur malerischen Wirkung; aber eben 
diese Manier war es, die in der Hand verständiger 
Kupferstecher so förderlich war, das Colorit, den 
Unterschied in den Draperien und die eigenthüm- 
liche Wirkung derselben hervorzubringen. In Rom,
        

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