Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-712432
pagne, welches Edelinck selbst für sein bestes Werk 
hielt. Durch das Reitergefecht hat Edelinck das 
Andenken an einen grossen Carton aufbewahrt, 
welchen Leonardo für das Stadthaus in Florenz ent- 
worfen hatte; 0b aber Edelinck Wirklich noch das 
Original vor Augen gehabt hat, wird bezweifelt. Zu 
seinen geschätzten Portraits gehört auch das Bildniss 
von le Brun, das Bildniss des Karl d'Hosser und 
einige andere, in welchen er den Beweis liefert, wie 
er es verstand, auch auf das Colorit der Portrait- 
stecher einzugehen, die seine Zeitgenossen waren und 
denen er als Portraitstecher würdig beizugesellen ist. 
Edelinck starb geschätzt und geehrt 1707 in Paris. 
Er wird immer zu den geachteten und berühmten 
Kupferstechern gerechnet werden. 
2. Das Portrait. 
Die Zahl der gestochenen und gesammelten Por- 
traits ist Legion. Die Liebhaberei der Franzosen 
dafür war in diesem Zeitraume nicht geringer, viel- 
leicht grösser als in anderen Ländern, namentlich in 
England, wo Portraitstecher ihr Glück zu machen 
piiegten. Die meisten dieser Portraits haben nur 
ein historisches Interesse, sind für Bücher, für Samm- 
lungen gestochen und hatten nur den Zweck, dem 
Publikum eine Vorstellung von einem berühmten 
oder sonst bekannten Menschen zu geben. Es 
genügte, wenn sie nett und sauber gestochen waren, 
auf einen Kunstwerth machten sie keinen Anspruch. 
Peter Daret, Nikolas Habert, Nikolas de l'Ar- 
messin haben fast ausschliesslich solche Bildnisse 
gestochen. Der Kunsthändler Baltasar Mont- 
cornet, der selbst Portraitstecher war, hat in seinem 
„Recueil de Portraits" die Bildnisse der Könige, 
11'
        

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