Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-712393
dieser Künstler ist nicht klein; doch sind hier nur 
einige hervorzuheben. Wir übergehen die ältesten 
Künstler dieser Reihe, wie Karl Audran und 
Michel Lasne, oder auch weniger bedeutende, wie 
Jean Couvay und erwähnen nur Stephan Baudet, 
Egidius Rousselet, Franz Poilly, einige seiner 
Schüler und Nachahmer und zuletzt Gerhard Ede- 
lingk, der auch bei den folgenden, den Portrait- 
stechern, zu nennen wäre. 
Stephan Baudet, 1598 in Blois geboren und 
1691 in Paris gestorben, nahm bei seinem.Aufent- 
halte in Italien die Stechmanier von Corn. Bloemaert 
an, bediente sich aber nach seiner Rückkehr nach 
Paris auch der Nadel und lieferte hier seine besten 
Werke, die, wenn auch nicht immer ohne Härte, 
doch mit vieler Nettigkeit ausgeführt sind. Er war 
Mitglied der Pariser Malerakademie und hat das 
Verdienst, nach den grössten französischen und 
italienischen Meistern gestochen zu haben. Als sein 
Meisterstück gilt der von Engeln getragene Ewige, 
mit Adam und Eva redend, nach Dominichino.  
Vorzüglicher als Baudet war E gidius Rousselet 
in Paris, 1614 geboren und 1686 gestorben. Seine 
Stiche sind wärmer als die von Bloemaert, dem er 
sonst ähnlich ist; seine Striche sind breiter und 
mannigfaltiger; er erreicht damit selbst Anklänge 
an das Colorit der Portraitstecher. Er hat weit 
über 300 Blätter gestochen, unter denen die Arbeiten 
des Herkules, vier Blätter nach Guido Reni, Haupt- 
blätter sind.  Einen grossen Ruf und Ruhm in der 
Stecherkunst hatte Franz de Poilly. Er war 1622 
in Abbeville geboren, wo sein Vater, ein Goldschmied, 
ihm den ersten Unterricht im Zeichnen gab und dann
        

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