Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-712380
Kupferstichs vorbereitete, in Frankreich aber in der 
Hand eines so talentvollen Künstlers, wie Gerhard 
Audran, jene gewaltigen Werke schuf, die durch 
Dimension und kräftig malerische Wirkung lange 
das Auge und Urtheil der Kunstliebhaber bestochen 
haben. 
Wie aber in Flandern die Maler ei ihren bilden- 
den Einfluss auf die Kupferstecherkunst ausübte, so 
war es auch in Frankreich, wo ohne einen Poussin 
in Italien, ohne Maler, wie Vouet, le Brun, 
Mignard, Rigaut u. A., die dem französischen 
Hof- und Kunstgeiste entsprachen, ja denselben 
repräsentirten, auch der Kupferstich ohne wirksame 
Anregung geblieben sein würde, neben den be- 
wunderten Werken dieser Künstler gleichsam ein 
selbständiges Wunderwerk der Kunst zu werden. 
1. Gedenken wir nun zuerst der Grabstichel- 
arbeit in der Hand der Meister, welche im Allge- 
meinen die Stechmanier des Corn. Bloemaert 
sich aneigneten und mit einer einfachen, fast gitter- 
artig sich kreuzenden Schrafiire ihre Darstellungen 
vollendeten, ohne sich auf die Lichteffecte einzu- 
lassen, durch welche das Incarnat, die Draperien 
und die verschiedenen Stoffe sich unterscheiden. 
Ohne das Portrait auszuschliessen haben sie doch 
vorzüglich die Historie und zwar meist nach den 
historischen Gemälden der italienischen Meister, wie 
eines Poussin, Dominichino, Carracci, Caravaggio und 
selbst eines Raphael für ihre nicht gerade leichte, 
Fleiss und Studium fordernde Arbeit ausgewählt. 
Sie machten daher auch mit Vorliebe ihre Studien 
in Italien, woher sie den Gewinn derselben nach 
Paris brachten und daselbst verwertheten. Die Zahl
        

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