Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-712348
dieser Schule, Paul Pontius und Schelte Bolswert 
bedienten sich zur Vertiefung der Schatten einer 
Schrafiire, die aus mehreren, aus 3-4 Strichlagen 
bestand, und hielten den Schnitt der Linien nicht 
ganz glatt und rein, behandelten auch alle Theile 
der Darstellung, das -Fleisch und die 
Draperie in gleicher Weise. Die ganze 
Darstellung wird mit Schrafiire belegt, und nur die 
höchsten Lichter werden weiss ausgespart.  Corn. 
B10 emaert behandelt die Schrafflre auch malerisch, 
wendet aber zur Vertiefung der Schatten nur zwei 
Strichlagen an, die sich gitterartig durch- 
kreuzen, und in den dunkeleren Schattenpartien 
tiefer oder breiter, immer aber rein geschnitten sind. 
Auch er behandelt alle Theile der Darstellung in 
gleicher Weise. Dieser Stichart bedienten sich 
auch die französischen Historienstecher, die mit dem 
Grrabstichel arbeiteten, suchten aber durch einen 
saubern Schnitt alle Härten zu vermeiden, die sich 
noch bei Bloemaert finden. In der homogenen Be- 
handlung aller Theile der Darstellung erlangten sie 
in dieser Stichart eine hohe Meisterschaft. 
Zu einem weiteren Fortschritt gelangten die 
französischen P o r t r a i t s t e c h e r , indem sie durch 
verschiedene Wahl der Striche und Strichlagen auch 
die Unterschiede zwischen Fleisch und 
Draperie, und die Unterschiede in den 
Drape rien in einer mustergültigen Weise 
auszudrücken verstehen, und damit das er- 
reichen , was man das C 0 l 0 r i t des Kupferstichs zu 
nennen berechtigt ist : eine gelungene Unterscheidung 
des Stoiflichen , bei malerischer Behandlung des 
Ganzen, und harmonischer Beziehung aller Theile zu
        

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