Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-712300
Ich. Bapt. Falda, der gegen das Ende des 17. 
Iahrh. verstarb. Seine Radirungen sind mit einer 
zarten Nadel ausgeführt.  joh. Bapt. Piranesi, 
1707-1778, ein trefflicher Alterthumsforscher, führte 
mit einer kecken und kräftigen Nadel seine An- 
sichten römischer Gebäude aus. Wenige haben es 
verstanden, so wie er zu radiren. 
4. Der Historienmaler Gravin Hamilton (1730 
bis 1797) Mitglied einer zahlreichen Künstlerfamilie 
aus Schottland, hielt sich die meiste Zeit seines 
Lebens in Rom auf. Seine Zeichnungen und Formen 
werden als gelungen, seine Anordnungen als gefällig 
gerühmt. Dies wird vorzüglich an seiner "Hebe" 
(gestochen von Dominicus Cunego) gerühmt. Indem 
er sich vornämlich an die Homerischen Dichtungen 
anschloss, gab er der Kunst eine bessere antike 
Richtung. Später beschäftigte er sich mit der Aus- 
grabung alter Kunstwerke. Im Jahre 1773 gab er 
in Rom seine Schola picturae italica heraus 
mit 40 Kupferplatten, wozu Joseph Perini in 
Rom das Titelblatt mit 2 Figuren nach Michel An- 
gelo in der römischen Radirungsmanier gestochen 
hat. Die meisten Kunstbeiträge (22 Platten) lieferte 
Dominicus Cunego (1727-1794), der mit der 
Nadel und dem Grabstichel arbeitete, und sich ohne 
weitere Anleitung selbst als Kupferstecher bildete, 
indem er die Stiche der berühmten Meister copirte. 
Bei seinen Studien scheint er französische Muster, 
namentlich Lorenz Cars vor Augen gehabt zu 
haben. Der Beifall, den er fand, verschaffte ihm 
einen Ruf an das Kupferstecher-Institut des Kauf- 
manns Pascal in Berlin, wo er mehrere grosse 
Portraits der königlichen Familie theils in schwarzer
        

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