Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-712296
Gemälde ihm den Titel eines französischen Malers 
ertheilte: da konnte er in der römischen Künstler- 
welt nicht mehr übersehen werden. Auch Kupfer- 
stecher, die nach Rom kamen, bewarben sich um 
seinen Unterricht, um seinen Rath und Beistand, den 
er gern gewährte, und geschickten Schülern gab er 
Arbeit. Da er die Grabstichelarbeit nicht liebte und 
sie, wie alle italienischen Maler, für zu kalt und 
trocken hielt, rieth er zum Radiren, und die Kupfer- 
stecher befolgten gern den Rath eines so gewichtigen 
Mannes. Er hat selbst mehrere Blätter radirt und 
zeigte seinen Schülern, wie sie radiren sollten. Seine 
Gemälde waren bei den Kupferstechern so beliebt, 
dass kaum ein anderer Maler genannt werden kann, 
nach dessen Gemälden so viele Kupferstecher ge- 
stochen haben. 
So hatte Bartoli das Studium der Antike, Ma- 
ratti die malerische Technik der Radirnadel gefördert, 
und eine Reihe Kupfer-Stecher machten sich die 
Fortschritte in allerlei Weise zu Nutze. Unter Ma- 
ratti's Schülern war Girolamo Ferroni (1687 bis 
1730) einer von denen, die ihrem Meister am ähn- 
lichsten waren; während Franz Farao Aquila 
aus Palermo, seit 1700 in Rom thätig, dem Bartoli 
nachstrebte und einer der besten Künstler seiner 
Zeit war. Auch Cäsar Fantetti (1660 geb.) 
eignete sich geschickt die römische Technik an. 
Die Latona, von den Bauern verspottet, gilt als ein 
Capitalblatt von ihm.  
Daneben sind noch einige Architekten zu nennen, 
die sich dem Studium der römischen Baulichkeiten 
widmeten, und die Beweise davon in zahlreichen ra- 
dirten Blättern gaben. Der ältere von ihnen ist
        

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