Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-712268
heit radirt. Beide erinnern in ihrer Manier an Rem- 
brandt, mit dem Castiglione vielleicht durch v. Dyck 
bekannt wurde, als derselbe sich in Genua aufhielt. 
Nun wären wohl noch viele Maler des 17. Iahr- 
hunderts zu nennen, die zu ihren Entwürfen der 
Radirung sich bedienten, auch dadurch mehr Theil- 
nahme erwecken als durch ihre Malereien, womit sie 
doch nur den Verfall der Kunst beschleunigten; des- 
gleichen darf man auch die eigenthümlichen Manieren 
in diesen Radirungen nicht übersehen, die man leicht 
bemerken wird, wenn man etwa die Blätter von 
Lanfranco, del Po, Cantarini, Salvator Rosa unter 
sich wie mit anderen vergleicht. Mag nun auch 
immerhin die Malerei einen gewissen Einfluss auf die 
Radirung ausgeübt haben, doch hat in dieser Zeit 
d. i. im 17. Jahrhundert die Radirung auf den 
Kupferstich keinen Einfluss. Dieser beginnt aber 
im 18. Iahrhundert und es knüpfen sich daran die 
Fortschritte, welche seit der Zeit der Kupfer- 
stich machte und welche durch die Verbindung der 
Radirung mit dem Grabstichel nach der technischen 
Seite hin bezeichnet werden; wenn auch die italieni- 
schen Kupferstecher zunächst noch die Radirnadel 
bevorzugen, wie es  
3. in der römischen Schule des 18. Jahrhunderts 
geschah. 
Schon gegen das Ende des 16. Jahrhunderts 
waren von den Päpsten die Malerakademien auf dem 
Capitol und von St. Lucas gestiftet. Sie sollten für 
die Kunst sein, was die gleichzeitig gestiftete Aca- 
demia della crusca für die Sprache und Litteratur 
war, und sollten die Malerei befreien von den Aus- 
wüchsen, die der katholischen Kirche keine Ehre
        

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