Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-712229
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starb 1688 in Rom, hatte aber durch_den Beifall, 
den er fand, doch den für Malerei eingenommenen 
Nationalgeist der Italiener nicht erwecken und be- 
wegen können, seinem Beispiele zu folgen. Die 
Frucht seiner Verdienste um die Stecherkunst wurde 
in Frankreich geerntet. Die italienischen Maler, 
die sich allein mit chalkographischen Arbeiten be- 
schäftigten, blieben der Radirung zugewandt, die mit 
leichter Nadel iiüchtig entwarf, und nur seltener zu 
einer mehr malerischen Wirkung mit dem Grabstichel 
vollendet ward. 
Was Italien im 17. Jahrhundert mit dem Grab- 
stichel geleistet hat, verdankt es den Holländern; 
und was Holländer in Italien leisteten, eigneten sich 
die Franzosen an, die es ihrem Nationalgeiste gemäss 
zu einer seltenen Blüthe fortbildeten. 
2. Die 
hunderts. 
Maler-Radirer 
des 
Jahr- 
Die grossen Meister im Anfange des 16. Jahr- 
hunderts hatten begeisterte Schüler um sich ver- 
sammelt, die sie durch Rath und That leiteten, aber 
ein systematisches Lehren hatte in ihren Schulen 
nicht stattgefunden. So fehlte ein Mittel, um die 
Kunst gegen die geistigen Einüüsse der Zeit und 
gegen das subjective Belieben und Meinen der nach- 
folgenden Kunstjünger zu schützen, die zwar immer 
noch eine Begeisterung für die Kunst zur Schau 
trugen, aber eine Begeisterung, die nicht aus dem 
Geiste geboren, und oft genug nur "Fleisch von 
ihrem Fleische" war. Damit hatte sich aber in die 
Kunst ein subjectives 
machen eingeschlichen, 
Belieben, ein So- 
das von sicheren, 
und So- 
leitenden
        

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