Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-712137
deren diese Stichmanier fähig ist, immer mehr zur 
Geltung zu bringen; und zum Schluss dieser Periode 
treten noch einige Meister auf, die zu den vorzüg- 
lichsten Künstlern gehören, die in dieser Manier 
gearbeitet haben. Vorzüglich war Wien der Ort, 
wo sie gepflegt ward. Hier hatten schon Joh. Ja- 
cobe, 1733-1797, und sein Schüler Franz Wrenk, 
1766_183o, sich Beifall erworben, wurden aber durch 
Johan Peter Pichler, 1765-1806, ebenfalls ein 
Schüler von Jacobe, weit übertroffen.  Zu den ge- 
schickten und geschätzten Wiener Künstlern, die bis 
in die neuere Zeit thätig waren, gehören Andreas 
Geiger, 1765 in Wien geboren, und Vinzenz 
Kininger, 1767 in Regensburg geboren, der früh 
nach Wien kam, und als Professor der Schabkunst 
an der Akademie der Künste ein hohes Alter er- 
reichte. 
Endlich 
zu nennen. 
bildete sich 
ist noch Johann Joseph Freidhoff 
Er war I7 68 in Westphalen geboren, 
auf Reisen in Holland und Frankreich 
zu einem der trefflichsten Kupferstecher in der ge- 
schabten Manier, und kam als solcher nach Berlin, 
wo er sehr geschätzt wurde und als Professor und 
Mitglied des akademischen Senates 1818 ge- 
storben ist. 
Die letztgenannten Künstler haben die ältere 
Manier fortgebildet und vervollkommnet. Die neuere 
Anwendung der Schabkunst hat mehr decoratives, 
in die Augen fallendes. Ob sie darum werthvoller 
ist, mögen die Liebhaber beurtheilen, denen es oft 
nur darauf ankommt , eine Zimmerdecoration zu 
haben. Da bei dieser Manier die Schwärze sammet- 
artig erscheint, Licht und Schatten malerisch ver-
        

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