Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-711970
Kind und Kindeskind. Daher auch die grosse Zahl 
der Künstler und Handwerker, die hier vereinigt 
waren. Ueber 90 Handwerke waren in der Stadt 
vertreten, und selbst noch in den verheerenden Zeiten 
des gojährigen Krieges wurden in der Stadt über 
3000 Meister gezählt. Nach dem Frieden wurde der 
Abschluss desselben hier 1649 in dem letzten glän- 
zenden Feste gefeiert, in welchem die alte Bedeutung 
der Stadt durchklang. Dann trat ein Stillstand der 
Entwicklung ein, und allmählig bereiteten sich die- 
Wirren und Unruhen vor, die zugleich den Ruf der 
Nürnberger Kunst in immer tieferen Verfall brachten. 
Zu Anfang dieses Zeitraums waren die alten 
Kunsttraditionen in Nürnberg vergessen; man braucht 
nur das Urtheil des Malers Joachim von Sandrart 
(T 1688) in seiner „deutschen Kunst-Akademie" über 
die Gothik zu lesen.  Sein Neffe, Jakob von 
Sandrart (1630-1708) trieb einen bedeutenden 
Kunsthandel in Nürnberg, für den er viele Portraits 
gestochen hat, die zum Theil geschätzt werden.  
Karl Gustav Amling, 1651 in Nürnberg ge- 
boren, starb 1702 in München, wohin ihn der Chur- 
fürst berufen hatte und dann in Paris bei Poilly aus- 
bilden liess. Nach seiner Rückkehr stach er mit 
einem festen und leichten Grabstichel Historien und 
viele geschätzte Portraits.  Georg Martin 
Preissler, 1700-1754, war ein guter Zeichner und 
als solcher Lehrer an der Maler-Akademie in Nürn- 
berg, als Kupferstecher nicht bedeutend. Er war 
Mitglied einer Nürnberger Künstlerfamilie , von 
welcher Johan Martin, sein Bruder, sich am 
meisten auszeichnete und ein Freund von G. F. 
Schmidt und Wille in Paris war. Er starb 1794 in
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.