Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-711966
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Sein Sohn und Nachfolger in dem Ehrenamte, Ioh. 
Daniel ward Reichsritter und comes palatinus.  
Ioh. Esaias Nilson, 1721 geboren, übernahm 
1769 die Direction der Kunstakademie, lieferte viele 
Portraits, die er ebenfalls mit geschmacklosen Ver- 
zierungen und Allegorien umgab.  Ich. Baltha- 
sar Propst, um 1760, zeichnete sich durch einen 
besseren Geschmack aus, konnte aber den gesunkenen 
Ruf der Augsburger Kupferstecher nicht wieder 
heben. Am Ende des 17. Iahrh. lebte auch Leon- 
hard Heckenauer, ein sehr thätiger und zuweilen 
auch ein guter Portraitstecher, der als solcher viel 
Ruf gehabt zu haben scheint. 
3. Nürnberg. 
„Nürnberger Hand 
Geht durch's ganze Land" 
war ein altes Sprichwort. Was aus der iieissigen, 
geübten, kunstfertigen Hand der Nürnberger kam, 
war bekannt und beliebt in allen Landen. Und nicht 
bloss was die Hand vollbrachte, auch der verständige 
Geist, "der Witz" der Nürnberger stand in gutem 
Rufe. Die Handelsverbindungen der Stadt waren 
so ausgebreitet, dass ein Regiomontanus sie gleich- 
sam als den Mittelpunkt Europas ansehen konnte, 
um desswillen hier Künstler und Gelehrte gern ihren 
Aufenthalt nahmen. Von dem früheren Kunstsinn 
und Wohlstand ist noch heute die Stadt ein redendes 
Denkmal. Es stand so, dass Kunst und Handwerk 
die Stadt berühmt machten und dass wiederum der 
Name der Stadt auch den Künsten und Handwerken, 
die darin betrieben wurden, zur Empfehlung diente. 
Gemeinsinn und gemeinsames Interesse hielt Kunst 
und Handwerk in Ehren und überlieferte sie auf
        

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