Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-711932
ihn zwang, viele Portraits zu stechen, um. seine zahl- 
reiche Familie zu ernähren. Er hatte sich mit der 
Tochter des Bürgermeisters Andrisen verheirathet, 
die ihm 15 Kinder schenkte, denen er eine gute Er- 
ziehung zu geben sich mit väterlicher Sorgfalt an- 
gelegen sein liess. Ein Denkmal von der Noth und 
Sorge, die ihm dies veranlasste, hat er sich gesetzt 
mit der Ueberschrift über sein eigenes Portrait: 
labor improbus omnia vincit. Zu seinen früheren 
Werken gehört die "Fusswaschung" nach Schwarz, 
zu seinen zahlreichen Portraits gehört die Suite der 
sächsischen Churfürsten, mit Text.  Wolfgang 
ward der Stammhalter der Familie Kilian, in welcher 
ohne ihn und seinen Bruder Lukas bis zum Jahre 
1760 nicht weniger als 12 Kupferstecher gezählt 
werden, von denen jedoch nur wenige sich aus- 
gezeichnet haben. Zu diesen Wenigen gehören seine 
eigenen Söhne: Philipp, 1628-1693, den er nach 
Italien reisen liess, und der eine grosse Anzahl 
Thesen und Portraits mit einem sauberen, aber wenig 
kräftigen Grabstichel gestochen hat, der seiner Zeit 
Beifall fand, und ihm Arbeit verschaffte. Ein viel 
besserer Künstler war sein jüngster Sohn Bartho- 
lomäus, 1630-1696, der beste Kupferstecher in 
der Familie der Kilian, dem der Kunstschriftsteller 
Joachim v. Sandrart das Zeugniss giebt, dass er zum 
Künstler geboren sei. Sein Vater sandte den für 
seine Kunst begeisterten Jüngling zuerst nach Frank- 
furt zu Merian, dann nach Paris, wo er seine Bildung 
vollendete. Nach seiner Rückkehr war er ein sehr 
iieissiger Kupferstecher, der sehr viele Portraits, 
darunter die Portraits der Augsburger Geistlichkeit 
und viele grössere Stücke gestochen hat. Er arbei-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.