Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-711903
Grafen Arundel kennen lernte, der ihn 1637 mit 
nach London nahm, um von ihm mehrere Gegen- 
stände seines Kunstkabinets stechen zu lassen. Als 
bald darauf der Bürgerkrieg in England ausbrach, 
gerieth er als ein Anhänger der Königspartei in's 
Gefängniss, entfloh aber daraus nach Antwerpen, 
wo er für Kunsthändler arbeitete. Unter der Regie- 
rung Karls II. ging er nach London zurück und 
wurde mit Lord Howard nach Afrika gesandt, um 
die Festung Tanger in Kupfer zu stechen. Nach 
vielen ausgestandenen Gefahren durch Sturm und 
Seeräuber kam er 1670 nach London zurück, fand 
hier nun aber so wenig Unterstützung und Belohnung 
für seine Arbeiten, dass er in tiefe Schulden gerieth 
und 1677 in grösster Armuth starb. Sein Talent War 
entschieden nicht für den Geschmack der Engländer. 
Sein Talent, arm an eigner Eriindungsgabe, zeigte 
sich in einer ungewöhnlichen Geschicklichkeit, in 
einer ihm eignen und höchst gefälligen Art zu ra- 
diren, den kleinsten und geringsten Gegenständen, 
wie Conchylien, Krabben, Muscheln, Insecten, todten 
Maulwürfen, Muffen u. dergl. nachzugehen; doch 
gelangen ihm vortrefflich auch Landschaften, Weniger 
glücklich das Portrait. Er ist oft steif und nicht 
immer ein guter Zeichner, aber seine eigenthümliche 
Art zu radiren kann ihm den Ruhm nicht streitig 
machen, ein Meister von eigenem Werthe und einer 
der besten Radirer zu sein. 
Neben diesen beiden Meistern mögen hier bei- 
läufig noch einige, gleichzeitige Strassburger 
Künstler genannt sein, wie der Kunsthändler Peter 
Aubry, der für sein Geschäft einige Titelvignetten 
und Portraits stach, viel mehr aber durch Andere
        

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