Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-711892
Paris, wo er mit Callot Freundschaft geschlossen 
hatte, durch die Niederlande führte, wo er sich 
längere Zeit aufgehalten und einige Proben seiner 
Kunst abgelegt hatte. Matthias Merian war 159 3 
in Basel geboren, lernte bei dem berühmten Glas- 
maler Dietrich Meyer in Zürich das Radiren 
und hatte in dieser Technik schon Ruhm erworben, 
als er zu Theodor de Bry kam. Dieser wollte ihn 
an sein Geschäft fesseln, was ihm doch erst gelang, 
nachdem er ihm seine Tochter, ein junges schönes 
Mädchen, zur Frau gegeben hatte. Später übergab 
er ihm die ganze Handlung. Seit der Zeit entwickelte 
Merian eine sehr rege Thätigkeit, illustrirte viele 
Bücher und gab die berühmten Topographien mit seinen 
Abbildungen der Städte heraus, die nach seinem im 
Jahre 1650 erfolgten Tode fortgesetzt und in 30 
Bänden erschienen sind. Auch hat er sich einen 
Namen gemacht durch die Abbildung des Todten- 
tanzes in Basel und durch die biblischen Bilder, 
deren Originalplatten zu der Bibel verwendet sind, 
welche 1630 bei Zetzner's Erben in Strassburg er- 
schien. Ueber den Werth seiner Leistungen wird 
jetzt verschieden geurtheilt, unbestritten aber war er 
zu seiner Zeit ein beliebter und im Rufe stehender 
Meister.  Unter seinen Schülern ist bei weitem der 
bedeutendste und berühmteste Wenzel Hollar, 
1607 in Prag von wohlhabenden Eltern geboren, die 
aber beim Ausbruch des 3ojährigen Krieges ihr 
Vermögen verloren, was den jungen Hollar veran- 
lasste nach Basel zu Merian zu gehen, um sein 
Talent zum Radiren weiter auszubilden. Nachdem 
er tüchtige Fortschritte gemacht, begab er sich auf 
Reisen, kam nach Köln, wo er den kunstliebenden
        

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