Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-711881
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F. Overbeck, G. Scha- 
einer neuen deutschen 
Zeit an datirt sich auch 
Künstler, wie P. Cornelius, 
dow u. A. die Begründer 
Kunst Wurden. Von dieser 
eine neue Epoche des deutschen Kupferstichs. 
Bis dahin war der Kupferstich ein Industrie- 
geschäft, aber industria sine arte. Die Kupferstecher 
fanden ihren besten Erwerb im Portraitstich, 
den sie nach besonderen Anweisungen und fest- 
stehenden Regeln, gleichsam handwerksmässig er- 
lernten und sich Iconographen nannten, um ihr 
Geschäft damit bestens zu empfehlen und doch auch 
in den Nymbus der Kunst zu hüllen. Für das Por- 
trait fanden sich immer Liebhaber und Sammler, wie 
der würtembergische Pfarrer Burck in Waiblingen, 
der in seiner bedeutenden Kunstsammlung gegen 
200 iconographische Werke und über 5000 einzelne 
Bildnisse berühmter Leute besass.  Die besten 
Kupferstecher hatten die Kunst in Paris gelernt und 
betrieben sie nach ihrer Rückkunft in Städten, wo 
alte Kunsttraditionen den Kunsthandel belebten. 
Wir folgen hier dem Wege, der sich den Kupfer- 
stechern darbot, ihre Kunst oder auch ihr Kunst- 
handwerk zu betreiben. Wir nennen die Städte und 
einige 
1 . 
ihrer hervorragenden Kupferstecher. 
F r a. n k f u r t ajM. In dieser alten historischen 
Handels- und Kaiserstadt hatte um das ]ahr 1570 
der Goldschmied und Kupferstecher Theodor de 
Bry, dessen schon bei den „kleinen Meistern" ge- 
dacht ist, sich niedergelassen und einen aufblühenden 
Buch- und Kunsthandel begründet. Angezogen 
durch den Ruf dieses Mannes, kam, um ihn kennen 
zu lernen, Matthias Merian zu ihm, nachdem er 
eben eine Kunstreise beendet hatte, die ihn über
        

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