Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-711858
oder les Apres-Soupers de Teniers, und den Künstler 
selbst, für den es keine Art von Malerei gab, die er 
nicht vollkommen nachgeahmt hätte, nannten sie 
wohl den Proteus oder den Affen der Malerei. Die 
kurzen Beine seiner Figuren, die man Wohl getadelt 
hat, sind in diesen Bildern so charakteristisch, dass 
man sie gar nicht einmal wegdenken kann. Teniers 
war ein flinker, unermüdlich thätiger Arbeiter; daher 
die grosse Menge seiner Gemälde. Sie umfassen 
Bauernkirmisse, Wirthshausscenen, spielende, rau- 
chende, lesende Bauern, Landschaften mit grossen 
Volksfesten, Scenen aus dem Leben von Zahnärzten, 
Quacksalbern, Wachstuben, Jagden, Hexen, Spuk- 
geschichten etc. Es sind über 500 Blätter nach 
diesen Gemälden in Kupfer gestochen; sehr viele in 
Frankreich von Phil. le Bas und seinen Schülern. 
Deutschland. 
In 
Deutschland 
hat 
in 
diesem 
Zeitraume 
die 
Geschichte der Kunst nur deren Verfall zu bezeugen; 
und wenn der Kupferstich nicht aufhörte, so fristete 
er doch zunächst nur mehr als Handwerk ein kümmer- 
liches Dasein. Erst gegen das Ende dieser Periode 
begann er aus dem Verfall sich ein wenig zu er- 
holen, ohne es jedoch zu bedeutenden Kunstleistungen 
zu bringen. 
Schon am Ende des 16. Iahrhunderts war mit 
dem Verlöscheni der „kleinen Meister" ein Rückgang 
zu bemerken. Die kleinen Meister fesselten das 
Kunstinteresse an sich vornämlich durch ihre eigenen 
Inventionen, für welche die kleine zierliche Technik 
vollkommen genügte. Als aber die eigene Pro- 
ductionskraft erschöpft War, fand auch diese Technik 
keinen Gegenstand mehr, an welchem sie zu einer
        

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