Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-711846
Luk. Vorstennann dem Vater und dem Sohne, so wie 
von Neefs.  Der zweite Gegenstand ist: das Drei- 
königs- oder Bohnenfest, nach dem bekannten Spiele 
mit der Bohne, die in einem Kuchen eingebacken 
wird. Diesem Gegenstande hat er in dem einen 
Gemälde die Unterschrift gegeben: „Nichts ist dem 
Narren ähnlicher als ein Trunkener"; einem anderen 
hat er die Unterschrift gegeben: „Wecke die 
Trinker nicht, denn viele schon hat der Wein über- 
wunden". Aus diesen Unterschriften kann man auf 
den Inhalt dieser Bilder schliessen, die von Pontius 
und Ephraim Krüger gestochen sind. Den dritten 
Lieblingsgegenstand illustrirt das Sprichwort: „Wie 
die Alten sungen, so piepen die Iungen": das 
Originalgemälde in Amsterdam, gilt für Iordaens 
Meisterwerk. Ein schöner Stich ist von Sch. Bols- 
wert 
bekahnt. 
Ein liebenswürdiger Maler war D avi d T enie r s 
der jüngere, 1610 in Antwerpen geboren und 1690 
in Brüssel gestorben. Früh schon fand der talent- 
volle Künstler Beifall bei den Statthaltern der Nieder- 
lande, dann auch bei den Vornehmen des Landes. 
- Nur Ludwig der XIV. nannte die Gemälde dieses 
Meisters Missgeburten, die er nicht einmal ansehen 
Wollte, und der Hof stimmte gehorsamst bei. Das 
änderte sich aber bald, und schon im folgenden 
Jahrhundert gehörte Teniers zu den Lieblingen der 
Franzosen. Es ist auch schwer, keine Freude zu 
haben an diesen kleinen, mit spitzem Pinsel und leb- 
haften Farben gemalten Bildern, wo Alles in heiterer 
Bewegung ist, bei flämischen Schinken dinirt, oder 
einer behaglichen Ruhe geniesst. Die Franzosen 
nannten diese Gemälde sehr bezeichnend les Soir's
        

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