Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-711828
Skizzen, ohne grosse Wirkung.  Anton Franz 
Baudouin,_ der 1700 zu Paris starb, hat nach van 
der Meulen in einem freien Style mehrere Land- 
schaften von guter Wirkung gestochen.  August 
Friedrich Bargas, Wahrscheinlich um 1690 in 
Brüssel geboren, hat mit einer gefalligen Nadel 
mehrere Folgen von Landschaften gestochen.  
Auch das Thierstück hat geschätzte Vertreter, 
zunächst in Albert Flamen, um 1600 geb., 
dessen Fische zu dem Schönsten gehören, was in 
dieser Art geleistet ist. Vor allem aber ist der 
Maler Johann Fyt aus Antwerpen (1609-1661) her- 
vorzuheben, der in Darstellung von Thieren, wie 
Hasen, Hunden, Raubvögehi und des Stilllebens, ein 
trefflicher Künstler ist. Eine Suite von 7 Blättern 
Hunde in verschiedenen Actionen darstellend, gehört 
zu dem Geistreichsten und Kühnsten, was die Nadel 
hervorgebracht hat.  Aelter, aber nicht minder 
vortrefflich als Fyt, war Franz Sneyders, Jagd- 
und Thiermaler in Antwerpen (1579-1657) und ver- 
trauter Freund von Rubens. Seine wenigen Radi- 
rungen (Thierstücke) sind schön und selten. 
Max Rooses (Geschichte der Antwerpener Maler- 
schule) sagt von den iiandrischen Künstlern: "Man 
fühle ihnen an den Puls, wo und wann man will, so 
wird man ihren Blutumlauf frisch und lebenslustig 
spüren. Sie nahmen aus dem Leben das Fröhliche, 
das Lachende, das Geniessbare, wie sie aus der 
Natur das Sonnige und Farbige genommen haben; 
 sie lassen ihre Personen frisch und gesund, ge- 
müthlich und unbekümmert in die Welt schauen, und 
mit ganzem Munde in den Apfel des Lebens beissen, 
unbekümmert, ob er geschält oder ungeschält ist,
        

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