Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-711795
in Antwerpen starb, war auch ein guter Kupfer- 
stecher, der sich aber mehr nach dem noch später 
zu nennenden Cornelius Bloemaert bildete.  Da- 
gegen bemüheten sich zwei andere Freunde der 
Schule, Ignaz Marinus, 1587 in Antwerpen 
geboren und Iohann Witdoeck, 1604 eben- 
daselbst geboren, die malerischen Schönheiten in 
den Werken von Rubens und in den Werken von 
Schelte Bolswert zu erreichen, vernachlässigten aber 
in dem Streben darnach die Zeichnung, was nament- 
lich von Witdoeck gilt, der übrigens in dem Bilde 
Jesus mit den beiden jüngern von Emmaus bei 
Tische, nach Rubens, einen anerkannten Beweis von 
kräftiger Behandlung des Helldunkels gegeben hat. 
Aber die Zeichnung?  Jakob Neefs, um 1630 
in Antwerpen geboren, bildete sich nach der Schule 
Rubens, führte den Grabstichel mit Gewandtheit, 
übertrieb aber oft den Ausdruck in "den Figuren. 
Zu den Künstlern, welche sich dem Einfluss der 
Schule entzogen und andere Vorbilder, meist in 
Italien suchten, gehört Peter Baillu, in Ant- 
werpen um 1614 geboren, der sich in Rom aus- 
bildete. Nach seiner Rückkehr gehörte er zu den 
besten Stechern seiner Vaterstadt; seine werthvoll- 
sten Stiche sind nach Rubens und van Dyck.  
Conrad Waumans, in Antwerpen 1630 geboren, 
war sein Schüler, der nur den einzigen Fehler seines 
Lehrers besass, nicht immer ein richtiger Zeichner 
zu sein.  Cornelius Vermeulen, 1702 in Ant- 
werpen gestorben, war ein guter Portraitstecher, der 
sich in Frankreich gebildet hatte.  Der Kupfer- 
stichhändler Cornel. van Dalen in Antwerpen, 
daselbst um 1626 geboren, bildete sich nach Cornel. 
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