Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710865
also schon da sein, ohne dass er bemerkt und-be- 
nutzt wurde. Wir haben jedoch diese Frage nicht 
weiter zu erörtern, und bemerken nur, dass der 
Streit, 0b der so nahe liegende Schritt vom 
Niello zum Kupferstich zuerst, wie Vasari 
im Leben des Marc-Anton behauptet, von dem 
Florentiner Goldschmied Maso F iniguerra oder 
von dem deutschen Goldschmied Martin Schön 
gethan sei  neuerdings mehr zu Gunsten des deut- 
schen Goldschmieds entschieden zu sein scheint, und 
zwar auf Grund einerAeusserung des letzten berühmten 
FlorentinerGoldschmiedsBenvenuto Cellini (1500 bis 
x 570) in einer Abhandlung über die Goldschmiedekunst: 
„Dass die Deutschen und besonders Mar- 
tin Schön erkannt hätten, dass sie mit den 
Italienern, und besonders mit Maso Fini- 
guerra in der Schönheit des Niello nicht 
gleichen Schritt halten könnten, und dass 
sie sich desshalb auf den Kupferstich für 
den Abdruck verlegt hätten". Und weiter 
sagt Cellini zum Ruhme des M. Schön, dass der- 
selbe angefangen habe, aufKupferplatten 
den Grabstichel auf solche Weise umher- 
zulenken, dass er viel schöne Geschichten 
gemacht habe, die schön componirt, und 
mit meisterhafter Beobachtung der Schat- 
ten und Lichter nach deutscher Art ausser- 
ordentlich schön wären. 
Hiernach darf man in glaubhafter Weise wohl 
annehmen, dass die deutschen Goldschmiede ihre 
Zeichnungen, die sie nicht wie die italienischen Gold- 
schmiede mit Vortheil zu Niellen hatten verwenden 
können, durch Abdruck von Kupferplatten verviel-
        

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